Was ist eigentlich Gründüngung?

Unter Gründüngung versteht man das gezielte Anbauen von Nebenkulturen, die vorallem der Bodenverbesserung dienen. Es gibt viele verschiedene Pflanzen, die sich als Gründüngung eignen, von Gräsern über Hülsenfrüchtlern bis zu Sonnenblumen. Sie werden auf den Beeten eingesät sobald dort eine Pause vor der nächsten Gemüsekultur entsteht.

Das Ziel ist es, den wertvollen Boden dauerhaft zu begrünen um die Oberfläche vor Austrocknung, Winderosion und Auswaschung zu schützen.

Genauso wichtig sind die Effekte, die unterhalb der Oberfläche entstehen: Die Gründüngung sorgt für eine intensive Durchwurzelung des Bodens. Dadurch werden leichte Verdichtungen im Boden aufgelockert, es kann mehr CO2 gespeichert werden, das Wasser kann besser gehalten werden und die Pflanzennährstoffe bleiben gebunden und somit für die folgenden Gemüsekulturen verfügbar.

1. Die Gründüngung wird unter die Lupe genommen
1. Die Gründüngung wird unter die Lupe genommen


Indem der Boden dauerhaft bewachsen ist, wird auch das Bodennahrungsnetz „gefüttert“: Der Lebensraum der Bakterien, Pilze, Würmer und Insekten bleibt bewohnbar und trocknet nicht aus. Je vielfältiger die Begrünung ist, desto ausgeglichener ist das Ökosystem des Bodens. Einige Pflanzen haben einen größeren Einfluss auf die Bakterien im Boden, andere mehr auf die Pilze.

Nur mit einem intakten Boden-Ökosystem kann die Bodenfruchtbarkeit langsfristig erhalten und Humus aufgebaut werden.

2. Gründüngung aus Phazelia (Bienenweide) neben den Frühkartoffeln
2. Gründüngung aus Phazelia (Bienenweide) neben den Frühkartoffeln


Wie nutzen wir Gründüngungen bei SoLaVie?

Sobald ein Beet länger als 6 Wochen frei ist, säen wir Gründüngung ein, damit der Boden möglichst nie kahl daliegt. Außerdem geht in der Fruchtfolge auf unserem Gemüseacker jedes Jahr ein Teilbereich in „Ruhepause“ und der Boden erholt sich mit einer Gründüngung eine Saison lang vom Gemüseanbau. Bei uns haben sich winterharte Gründüngungs-Mischungen bewährt mit z.B. Roggen, Weidelgras, Klee und Wicke.

Der Roggen und das Gras sorgen mit ihren weitverzweigten Wurzeln für einen feinkrümeligen Boden und der Klee und die Wicke haben, wie alle Hülsenfrüchtler, die wunderbare Eigenschaft Sticktstoff aus der Luft binden zu können und für die nachfolgenden Gemüsekulturen in den Boden zu bringen. Die Blüten von Klee und Wicke bieten natürlich auch eine Nektarquelle für Insekten.

3. Mähen der Gründüngung auf dem Hauptacker
3. Mähen der Gründüngung auf dem Hauptacker


Eine weitere Gründüngungs-Mischung, die auf unserem Acker genutzt wird, ist das „Biodiversitätsgemenge“. Es beinhaltet Samen von über zwanzig verschienenden Pflanzen, sodass sich je nach Standort und Bodenbeschaffenheit eine angepasste Pflanzengesellschaft durchsetzen kann.

Und es gibt noch einen weiteren großen Nutzen aus der Gründüngung: Wir können sie über den Sommer zweimal abmähen und den Grünschnitt als Mulchmaterial für die aktuellen Gemüsekulturen verwenden. Die händische Verteilung des Mulchmaterials ist ein aufwändiger Arbeitsschritt, der sich aber lohnt und uns den ganzen Sommer über erfreut, denn unter der Mulchschicht bleibt der Boden länger feucht und Unkraut wird unterdrückt.

4. Gründüngungschnitt als Mulch im Tomaten-Gewächshaus
4. Gründüngungschnitt als Mulch im Tomaten-Gewächshaus

 

Nachdem Böden weltweit durch die instensive Landwirtschaft ausgelaugt und erodiert sind und Düngemittel teurer werden, bekommt das Thema Gründüngung aktuell sehr viel Beachtung – nicht nur im ökologischen Anbau. Es ist eine Wissenschaft für sich, die richtigen Ausaattechniken, Zeitpunkte und Samenzusammenstellungen auszuloten. Aber es lohnt sich sehr sich damit auszukennen und Erfahrungen zu sammeln.

Benjamin bildet sich gerade in dem Bereich mit einer umfangreichen Fortbildung weiter und sitzt bei Dietmar Näser und Friedrich Wenz im Bodenkurs an der Quelle der neuesten Erkenntnisse zum Thema Boden und Gründüngung. Für alle, die diese Themen auch spannend finden, wollen wir bald einen Themenabend machen, an dem wir Neugelerntes aus unseren Aus- und Weiterbildungen an euch weitergeben. Und Vieles davon lässt sich natürlich auch im Hausgarten umsetzen!

Samstag, 2. Juni, 9 – 16 Uhr Ackeraktion – eine gereimte Einladung!

Von Wurzeln und Knollen
und allen anderen Gemüses, die geerntet werden wollen:
Es wird heiß, es wird eng,
Warten wir noch a weng,
Ist es bald zu schwer
Und unsere Keller bleiben leer…
Es drängt, da hilft keine Zauberei,
Auf den Acker zu kommen aber allerlei.
Mit poetischen Zeilen versuchen wir euch diese Woche zu locken,
Damit wir euch nicht schon wieder mit Unkraut-Fotos schocken!
Weniger dringlich ist es jedoch nicht,
Deswegen dieses kleine Gedicht!
Kommt auf den Acker,
Schlagt euch wacker,
Jätet mit uns für bunte Teller,
Mit vielen Händen geht es tausend mal schneller:)
Am Samstag ab 9-16 Uhr
Findet Ricarda sich ein mit euch auf weiter Flur
Mindestens 5, dann lohnt sich die Aktion,
Los geht’s auch jederzeit in der Woche schon!!!

Spendenaufruf Traktorkauf

Nach vielen Einsätzen ist nun doch schneller der Fall der Fälle eingetroffen – früher als befürchtet fiel der bisherige Geräteträger-Traktor Ende Mai erneut von heut auf morgen aus – leider nun endgültig.

Und was machen wir jetzt?

Unser Anbauteam schultert die täglich anfallenden Aufgaben bestmöglich mit einem stundenweise gemieteten Ersatztraktor. Dies kann jedoch nur ein Kompromiss auf Zeit darstellen, denn dieser Ersatztraktor ist für unsere Zwecke nicht optimal, da der Radabstand nicht zu unseren Beeten passt. Zudem steht aktuell viel Bodenbearbeitung für die Beetvorbereitung an, sodass ein Traktor dauerhaft verfügbar sein sollte.
Nach intensiver Recherche und Austausch im Aktivenkreis und auf Basis der wirtschaftlichen Einschätzung der AG Finanzen die Entscheidung:

Es führt kein Weg daran vorbei – wollen wir, dass unser Anbauteam effektiv arbeiten und somit für uns alle das feine saisonale Gemüse anbauen kann – es muss die nachhaltige und längerfristige Investition in einen Traktor getätigt werden!

Dieser Schritt wurde für alle daran Beteiligten nicht leichtfertig getroffen, da es sich in diesem Falle um eine Investitionssumme von ca. 39.000,- € für den Verein handelt.
Eine Investitionssumme, die zum Glück nicht alltäglich noch alljährlich im Verein anfällt. Bislang konnte der Verein in seiner nun 6-jährigen Anbaugeschichte solche Großinvestitionen vermeiden. Doch nun heißt es für uns als Verein und Gemeinschaft zusammen zu stehen und diesen Schritt anzugehen und gemeinsam zu stemmen.

Grundsätzlich sind die Ausgaben für das aktuell vorliegende Angebot über die Darlehen der Mitglieder – unseren Investitionshaushalt – gedeckt. Nach dem Traktorkauf sind diese Mittel jedoch erst mal ausgeschöpft, so dass für evtl. weitere Anschaffungen wenig Spielraum bleibt.

Um weiter anfallende Kosten wie Zubehör und Abschreibung des Traktors etc. über die nächsten Jahre leichter schultern zu können, wollen wir diese Investition auf ein weiteres Standbein stellen:

Deutlich mehr bewirken können wir, wenn wir alle gemeinsam hinter dieser wichtigen Zukunftsinvestition stehen!
Wenn jede:r von uns im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten als freiwillige Spende für den Traktor (und Zubehör) etwas mit in die Waagschale legt, wäre dem Verein sehr damit geholfen!

Doch nun einmal ganz konkret gefragt

– was würde diese Investition in den Traktor potenziell aufgeteilt auf alle Mitglieder umgerechnet bedeuten?

Was wäre der theoretische finanzielle Beitrag einer Person pro Puzzle-Teil?

Bricht man die Investitionssumme von ca. 39.000,- € auf unsere 180 Ernteanteile herunter, so ergibt sich rechnerisch ein freiwilliger Beitrag von ca. 200,- € pro Ernteanteil.

Ein Spendenbeitrag in dieser Höhe trifft natürlich auf ganz unterschiedliche Möglichkeiten unserer Mitglieder. So ist verständlich, dass nicht jedes beigesteuerte Puzzle-Teil gleichgroß sein kann.
Jeder Spendenbeitrag zählt! Ob „groß“ oder „klein“ – wenn wir als Gemeinschaft diese Herausforderung der Großinvestition schultern, können wir bestimmt einen Großteil der Investitionssumme zusammentragen.

Gerade in uns als Gemeinschaft schlummert dieses Potenzial!
–  Setzen wir dafür ein Zeichen!

Wir freuen uns, wenn alle, die einen Spendenbeitrag beisteuern können, diesen bis zum 31. Juli 2022 unter dem Verwendungszweck „Traktor“ auf das Vereinskonto überweisen:

SoLaVie e.V.
GLS-Bank
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE08 4306 0967 7032 7391 00

Betreff: „Traktor“

Sollte jemand noch weitere Fragen zum Thema „Traktorkauf“ haben, steht Monika Hilleke für Nachfragen bis 2.7. und danach Marlene Werfl telefonisch oder per Mail info@solavie.de (jederzeit) gerne zur Verfügung.

Der Kauf eines neuen Traktors ist für uns somit nicht nur dringende Notwendigkeit und eine finanzielle Investitionsherausforderung, sondern auch ein Moment in der Vereinsgeschichte, der uns das Potenzial unseres Projektes, einer solidarischen Gemeinschaft, auf neue Weise erleben lässt.

Wenn dies neben all den ernsten und abwägenden Gesprächen im Vorfeld nicht auch ein Grund zum Feiern ist. Genau dies möchten wir mit euch im Laufe des Anbaujahres tun – lasst uns im Sinne einer „Traktor-Taufe“ auf unsere Gemeinschaft anstoßen und feiern!
Die Traktortaufe wird auf dem Acker stattfinden – Terminbekanntgabe erfolgt rechtzeitig über die Info-Mail für alle 🙂

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Wir brauchen eure Unterstützung auf dem Acker

Alle freuen sich, dass die wöchentlichen Erntekörbe wieder voller sind und Sommergemüse auf unsere Speisezettel kommt. Mehr Gemüse bedeutet aber auch mehr Arbeit auf dem Acker. Und diese sommerliche Arbeit ist nur mit viel Unterstützung von Euch Mitgliedern möglich.
Das ist nichts Neues und warum schreiben wir das gerade jetzt.

In der Coronazeit hatten wir mehr helfende Hände auf dem Acker als gewohnt. Da gab es wenig konkurrierende Alternativen. Inzwischen ist der Helfer*innenstrom deutlich abgeebbt. Bei den Ackeraktionswochen der letzten Zeit haben zwar einige den Weg auf den Acker gefunden (Danke an euch!) und das Mindestlevel an Arbeit konnte geschafft werden, aber es blieb einiges liegen. Deshalb heute die dringende Bitte an euch:

Bitte kommt auf den Acker und unterstützt unser Anbau-Team.

Kommt mit euren Kindern, denn auch die können mithelfen oder im Sandkasten spielen.
Wir brauchen euch besonders am Dienstag- und Mittwoch-Vormittag zum Ernten.
Ihr könnt aber an jedem Wochentag zwischen 9-17 h und samstags zwischen 10-16 h kommen.

Der Samstag findet allerdings nur statt, wenn sich mindestens 5 Personen melden.

Ruft vorher an, weil wir verschiedene Äcker haben und nicht immer jemand auf dem Hauptacker ist (Benjamin 017630547035, Julia 015123461451)

Wir haben Arbeiten verschiedener Schwierigkeitsgrade: Unser Anbau-Team sucht eine passende Arbeit für euch aus. Bohnenpflücken vom Hocker aus ist z.B. weniger anstrengend bis meditativ.

Und hier auch noch ein Ausblick auf unsere beliebte gemeinsame Kartoffelernte: Bitte reserviert dafür die Samstage 16. und 23. Juli. An einem dieser Samstage ernten wir die Frühkartoffeln (Einladung kommt noch) und dann wollen wir auch wieder in gewohnter Weise zum Abschluss zusammen sitzen und gemeinsam unsere mitgebrachten Leckereien verzehren.

Werkzeug gesucht – von zweitem Hammer über Motorsäge bis zur ganzen Werkbank

eingetragen in: Nachrichten vom Acker
Das Anbauteam möchte seine Werkstatt etwas erweitern und aufbessern (bisher vorhanden: unvollständiges Maulschlüsselset, Hammer, Beißzange und eine Baumschere). Ihr seht, da ist noch Luft nach oben!
Wer also schon immer mal seine Werkstatt aufräumen und etwas verschlanken wollte, könnte dies zum Anlass nehmen.
Auch doppelte Ausführungen, geerbt vom Vater oder oder oder – wir nehmen fast alles 🙂
Besonders freuen wir uns auch über Akku-Geräte, da wir noch immer keinen Strom auf dem Acker haben und sonst immer zur Halle müssen, um etwas zu schleifen oder zu sägen.
Sollte sich jemand angesprochen fühlen, meldet euch doch unter der Nummer von Benjamin 0176 30547035
Euer Anbauteam

Das war unser Frühlingsfest 2022

Bei herrlichem Wetter strömten alte und neue Mitglieder auf unseren Acker in Altenheim. Manche sahen sich nach langer Zeit erstmals wieder und sehr viele Neue waren zum ersten mal auf dem Acker. Julia und Ricarda führten über den Acker. Eine Vorstellungsrunde half, Kontakte aufzunehmen und später beim Essen und der Runde ums Feuer zu vertiefen. Die zusammen zubereitete Gemüsesuppe war super-lecker wie auch die vielen mitgebrachten Leckereien fürs Buffet. Wohl um die 50 Erwachsene und 20 Kinder genossen die Natur und das Gefühl, einer solch großen solidarischen Gemeinschaft anzugehören.

Dreimal Wurzelgemüse-Ernte

“Tu ma lieber die Möhrchen”
Mit den Worten von Helge Schneider gesagt heißt das: WURZELN sind jetzt dran. Rote Bete, Möhren, Sellerie, Wurzelpeterle und Pastinaken warten auf euch. Und wir auch 😉
Deswegen laden wir neue Gesichter und alte Hasen herzlich ein in den nächsten Wochen von donnerstags bis samstags zu rockern und zu mümmeln.
Do bis Sa 7., 8. und 9. Oktober
Do und Fr 14. und 15. Oktober (am 16.10. ist MV!)
Do bis Sa 21., 22. und 23. Oktober
Los geht’s immer ab 9 bis 17 Uhr, samstags ab 10 bis 15 Uhr.
Achtung Änderung für Samstag, 23.10.: Die Ernte beginnt erst um 13 Uhr!
Keine Anmeldung erforderlich.
Für unseren Schmaus kann mittags mit warmer Wurzelsuppe gesorgt werden.
Wenn du Lust hast Köch*in zu sein, melde dich.
Nehmt euch Zeit, kommt vorbei, habt einen goldenen Herbsttag auf dem Acker!

Steine sammeln und Kartoffeln ernten

Aktion Steine einsammeln, auch optimal mit Kindern – am Donnerstag, den 2. September um 10 Uhr
 
Treffpunkt am Rathaus in Müllen.
 
Das Saatgut wurde inzwischen auf der neuen Blühwiese ausgebracht. Dabei fiel auf, dass viele Steine rumliegen, die wir da nicht haben möchten.
Wer von euch hat Lust und Zeit beim Einsammeln zu helfen? Ist auch eine leichte Arbeit für Kinder!
Heinz bringt die Eimer und die Schubkarre mit.
Kartoffelernte am Samstag, den 4. September ab 10 Uhr 
 
Auf die Kartoffeln, fertig, los!!!
Das Wetter soll nochmal sommerlich werden in dieser Woche, das wollen wir nutzen für den Beginn unserer Lagerernten.
Los geht’s mit den Lagerkartoffeln. Am Samstag, den 4.9., treffen wir uns ab 10 Uhr. Es wird eine gemeinsame Mittagspause geben.
Bringt euch bitte Essen und Trinken mit und wettergemäße Kleidung – in dem Fall wahrscheinlich Sonnenschutz.
Kleine und große Hände sind willkommen, möglichst alle Kartoffeln aufzulesen.
Gerne würden wir auch wieder ein Kartoffelfeuer vor Ort haben, dafür bräuchten wir noch jemanden, der sich darum kümmert, meldet euch!
ACHTUNG. die Kartoffeln stehen nicht an unserem Hauptacker, sondern Im Kleibertsfeld in Ichenheim. Ihr fahrt vom Hauptacker nach Ichenheim, biegt rechts in die Rheinstraße ab, nach 500 m wieder links in Im Kleibertsfeld.
Kommt zahlreich, wir freuen uns auf euch 🙂  auf die Plätze, fertig looooos!!!
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